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Wertungen Judo

Beim Judo gibt es Wertungen. Bei jeder Aktion, die ein Kämpfer ausführt, beurteilt der Kampfrichter, wie gut sie war. Erfüllt sie bestimmte Kriterien, erhält der Judoka eine entsprechende Wertung. Zur Bewertung hat der Kampfrichter vier Kategorien zur Auswahl:

     
Yuko, Waza-Ari und Ippon 
Yuko ist die kleinste Wertung, Waza-Ari ist höher und Ippon ist die höchste Wertung. Wertungen können mehrmals vergeben werden (außer für Ippon). Die Anzahl der Wertungen in jeder Kategorie werden auf der Kampfrichtertafel angezeigt (wiederum außer für Ippon). Auf der linken Seite für den Judoka mit weißem Gurt, auf der rechten Seite für den Judoka mit rotem Gurt, bzw. blauem Judo-Gi.
     

Wer gewinnt bei einem Judo-Wettkampf?

Es entscheidet immer die Anzahl der höchsten Wertung, die vergeben wurde. Ist diese bei beiden Kämpfern gleich, entscheidet die Anzahl der nächstniedrigeren Wertung, usw. 

  • Wer die höchste Wertung Ippon erhält, ist sofort Sieger (es ist egal, was für Wertungen der Gegner erzielt hat) und der Kampf ist zu Ende. Diese Wertung kann also nur einmal pro Kampf vergeben werden, und deshalb braucht sie auch nicht auf der Tafel angezeigt werden!
  • Zweimal Waza-ari ist soviel Wert wie Ippon, auch dann ist man sofort Sieger.
  • Wenn mit diesen Wertungen der Kampf nicht vorzeitig beendet wurde, sondern die Kampfzeit regulär abgelaufen ist, gewinnt derjenige Judoka, welcher die höhere Wertung von beiden erzielt hat. Dabei gilt:
  • ein Waza-Ari ist mehr Wert als alle Yukos des Gegners

Haben beide Kämpfer überhaupt keine Wertung erzielt, oder die Wertungen sind bei beiden absolut identisch, kommt es zunächst zu einer Fortsetzung des Kampfes. Es werden alle Wertungen von der Tafel glöscht und die Stoppuhr zurückgestellt. Es gewinnt dann der Kämpfer, der als erstes eine Wertung erhält. Der Kampf wird danach gleich beendet, auch wenn die Wertung nur ein Koka ist. Diese Regelung heißt Golden Score.

Wenn es nach dem Ablauf einer zweiten kompletten Kampfzeit immer noch unentschieden steht, dann kommt es zu einem Kampfrichterentscheid. Der oder die Kampfrichter müssen einen Kämpfer zum Sieger erklären. Für die Entscheidung wird geprüft:

  • Welcher Kämpfer war aktiver, d.h. wer hat mehr versucht, anzugreifen?
  • Ist es einem Kämpfer fast gelungen, den anderen zu werfen?
  • Hat ein Kämpfer den anderen unter 10 Sekunden im Haltegriff gehalten?

Wann bekommt man welche Wertung?

Beim Kampf im Stand gilt: Je mehr der Gegner auf den Rücken geworfen wird, und je schwung- und kraftvoller die Wurfausführung ist, desto höher die Wertung. Landet der Gegner dagegen auf dem Bauch gibt es keine Wertung!

Im Bodenkampf gilt: je länger man es schafft, den Gegner in einem Haltegriff fest-zuhalten, desto höher die Wertung. Ein Haltegriff zählt aber nur dann, wenn der Partner auf dem Rücken liegt!

Bei höheren Altersstufen kommen Hebel und Würgegriffe dazu. Bei wirkungsvoll angesetzten Hebeln oder Würgegriffen signalisiert der Unterlegene durch Abklopfen auf der Matte seine Aufgabe.

Hier die Kriterien für die Wertungen im Einzelnen:

Yuko erhält man immer dann, wenn man

    • den Gegner so wirft, daß er auf Seite fällt oder auf den Rücken, aber mit wenig Kraft und Schwung
    • oder ihn 15 bis 19 Sekunden in einem Haltegriff hält
    • oder der Gegner zum zweiten mal die Strafe Shido erhält

Waza-Ari erhält man, wenn man

    • den Gegner so wirft, daß er auf den Rücken fällt, aber nicht mit voller Kraft und vollem Schwung
    • oder ihn 20 bis 24 Sekunden in einem Haltegriff hält
    • oder der Gegner die dritte kleine Strafe erhält.

Ippon erhält man, wenn

    • man den Gegner so wirft, daß er mit Kraft und Schwung auf den Rücken fällt
    • oder ihn 25 Sekunden in einem Haltegriff hält
    • oder man schon eine Waza-Ari-Wertung hat und eine zweite bekommt
    • oder der Gegner aufgibt
    • oder der Gegner die vierte kleine Strafe oder direkt die Strafe Hansoku Make erhält
  
     
 

Gürtel

 

 Schülergürtel (Kyo) 

 

   

8. Kyo

zum Prüfungsprogramm

weiß-gelb  
       

7. Kyo

zum Prüfungsprogramm

gelb  
       

6. Kyo

zum Prüfungsprogramm

gelb-orange  
       

5. Kyo

zum Prüfungsprogramm

orange  
       

4. Kyo

zum Prüfungsprogramm

orange-grün  
       

3. Kyo

zum Prüfungsprogramm

grün  
       

2. Kyo

zum Prüfungsprogramm

blau  
       

1. Kyo

zum Prüfungsprogramm

braun  



 

Meistergürtel (Dan)

 

   
       

1. bis 5. Dan

schwarz

schwarz  



 

Großmeistergürtel (Dan)

 

   
       

6.bis 8.Dan

rot-weiß

rot-weiß   

 

 

 

 

   

9. und 10. Dan

rot

rot 

 
       

Geschichte

Im Jahre 1882 entwickelte der Japaner Jigoro Kano aus der alten, ursprünglich nur von den Samurai praktizierten Kriegskunst der waffenlosen Selbstverteidigung Jiu-Jitsu, eine neue Form des sportlichen Zweikampfes.

Auf gefährliche Angriffs- und Verteidigungstechniken wurde verzichtet. So wurden insbesondere Schläge und Stöße mit Armen und Beinen entfernt und Hebeltechniken in ihrer Anwendung begrenzt. Hinzu kamen Übungen des Fallens.

Kano gab seinem System den Namen JUDO (sanfter Weg). Seine Zielsetzung bezeichnete er in Anlehnung an den Zen-Buddhismus als "Studium und Übung für Geist und Körper".

Das Prinzip des Judozweikampfes besteht darin, mit minimalem eigenem Krafteinsatz die größtmögliche Wirkung zu erzielen. Die Kraft des Gegners wird dabei mittels Wurf- und Grifftechniken geschickt ausgenutzt, sein Zug wird mit Druck, sein Druck wird mit Zug beantwortet und bringt ihn so aus dem Gleichgewicht. Auch ein erheblich größerer und stärkerer Gegner kann problemlos geworfen werden, wenn dieser die Grundprinzipien des JUDO nicht beherrscht.

Gleichzeitig versteht sich das Judotraining auch als geistige Weiterentwicklung durch gegenseitiges Helfen und Verstehen. Jede Judoübung wird mit einem Partner und nicht gegen einen Gegner durchgeführt, für dessen Fortschritt man sich ebenso verantwortlich fühlt, wie für den eigenen.

Das moderne JUDO beinhaltet neben Wettkampftraining auch Technikübungen, traditionelle Katas und Selbstverteidigung. Somit können Menschen aller Alters- und Leistungsklassen JUDO ausüben. Seit 1964 ist JUDO olympische Disziplin und über sieben Millionen Menschen betreiben heute JUDO weltweit.

Regeln

Regeln in Kürze

Ziel des Wettkampfes ist es, den Gegner auf den Rücken zu werfen.

Je nachdem wie erfolgreich ein Wurf war, bekommt der Judokämpfer eine Wertung: Ippon (höchste Punktzahl, der Kampf ist sofort gewonnen), Wazari (ein halbes Ippon, bei zwei Wazari ist der Kampf auch gewonnen), Yuko (mit dieser kleinen Wertungen kann man nicht vorzeitig gewinnen).

Erzielt keiner der Kämpfer vor Ablauf der Kampfzeit ein Ippon, gewinnt der Kämpfer, der die höchste Wertung gesammelt hat, ohne Rücksicht darauf, wieviele Wertungen insgesamt vorhanden sind.

Beendet ist der Kampf auch durch Aufgabe, durch einen Festhaltegriff (25 Sekunden) oder wenn der Erfolg einer Würgetechnik oder eines Armhebels für den Kampfrichter klar ersichtlich ist. Die Wertung wird offen angezeigt.

Die Kampfdauer beträgt maximal fünf Minuten, die "Kampfsprache" ist Japanisch.

 

 

   
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